Recap CAMPIXX 2026: Jörg Niethammer und Happyologe Patrik Wenke

CAMPIXX 2026: Recap

Mein Konferenz-Highlight war mal wieder die CAMPIXX 2026. Dort war ich als Speaker in der neugeschaffenen Mixed Zone auf der Bühne und sonst als Gast und Zuhörer dabei. In diesem Recap sage ich meine subjektive und ehrliche Meinung zur CAMPIXX 2026.

Während der CAMPIXX 2026 machte ich ein Experiment: Ich nahm erstmals Reels und Stories auf und produzierte so meine eigene kleine CAMPIXX-Doku. Alles dazu findest Du auf meinem Instagram-Profil (@joerg.niethammer) unter den Beiträgen bzw. Reels und im Story-Highlight „CAMPIXX 2026“.

Einen ausführlichen Recap zu allen in diesem Artikel genannten Vorträgen und Themen gibt es auch in der 19. Folge des Search-Diary Podcasts.

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Weitere Informationen

Tag 1 der CAMPIXX 2026

Für mich beginnt die CAMPIXX jedes Jahr gleich: Sehr früh aufstehen (3:20 Uhr), mit dem Auto zum Flughafen Stuttgart, nach Berlin fliegen und zum Van der Valk nach Dahlewitz. Den Innenstadt-Stopp bei Curry 36 sparte ich mir, da ich leider aufgrund der Rückreise am Freitagnachmittag nicht die gesamte CAMPIXX 2026 erleben konnte.

Keynote von Lily Ray

Wer mich schon länger verfolgt, weiß, dass ich kein Freund von Keynotes bin und mich internationale Speaker eher weniger begeistern. Lily Ray konnte mich mit ihrer Keynote jedoch überzeugen.

Sie sprach über die Entwicklung von SEO und GEO und zeigte anschauliche Beispiele, was passiert, wenn man vermeintliche GEO-Hacks nutzt. Aber auch, wie man es besser machen kann. Die Belege in Form von Analysen aus Monitoring-Tools wie Sistrix oder ahrefs waren allesamt eindrucksvoll.

Ein Kernfazit lässt sich schwierig ermitteln. Wenn ich den Vortrag jedoch in einem Satz zusammenfassen müsste: Weniger Skalierung, mehr Optimierung bestehenden Contents (unique, high-quality, original).

Lily Ray auf der CAMPIXX 2026

Point of Sale & SEO

Die Weltpremiere der Mixed Zone durfte ich nicht verpassen, weshalb ich mich für den Vortrag „Vom Point of Sale ins Ranking – wenn Verkaufsförderung SEO verstärkt“ von Chantal Sebrantke und Stefan Fischerländer entschieden habe.

Es war kein klassischer Vortrag, sondern eher ein Talk zwischen den beiden. Einzelne Themen wurden mit ein paar wenigen Slides ergänzt. Chantal brachte zahlreiche Beispiele aus ihrer IKEA-Zeit zum Thema Visual Merchandising und Wahrnehmungspsychologie. Stefan adaptierte die Methoden auf Websites und SEO.

Wichtigstes Learning: Offline schaut, was Online macht (z. B. Keywords, Nachfrage, Probleme). Online schaut aber immer noch viel zu wenig, was man von Offline lernen kann. Genau das trifft es m. E. perfekt auf den Punkt.

Digital PR

Obwohl ich eigentlich in der Mixed Zone bleiben wollte, ging es danach für mich zu Kerstin van Haastrecht und ihrem Vortrag „Digital PR Toolbox 2026: Mit den richtigen Werkzeugen zu erfolgreichen Kampagnen“.

Für mich inhaltlich der stärkste Vortrag, den ich über die beiden Tage besuchte. Kerstin zeigte sehr eindrücklich mit Beispielen und konkreten Tools, wie man digitale PR-Kampagnen aufsetzen kann und wie man sie verteilt (Seeding).

Von der Ideenfindung über Datenbeschaffung und Content-Erstellung zum Versand und der Messung der Clippings. Wirklich beeindruckend, wie detailliert und akribisch ihre mit uns geteilten Daten waren. Sowas bekommt man i. d. R. nur von Inhousern, weil sie damit kein Geschäft machen müssen.

Kerstin van Haastrecht auf der CAMPIXX 2026

Campaigning als SEO-Motor

Nach der Mittagspause ging es zurück in die Mixed Zone. Julius van de Laar und Marco Janck sprachen zu „Campaigning als SEO-Motor – Sichtbarkeit gezielt aufbauen und steuern“.

Marco und Julius bauten ebenfalls nicht auf eine klassische Präsentation, sondern sprachen auch viel miteinander. Untermauert wurden die Gedanken mit eindrücklichen Bildern und Veranschaulichungen.

Letztendlich erzeugt Reibung Hitze und sorgt für Aufmerksamkeit. Donald Trumps Methoden, von denen man halten kann, was man will, wurden sehr häufig als Beispiel genannt. Effektiv sind sie. Für SEO heißt das konkret, dass man sich von austauschbarem 08/15-Content abheben muss, um Aufmerksamkeit durch Haltung bekommen kann. Allerdings bleibt es ein schmaler Grat.

Corporate Influencer als SEO-Treiber

Ich blieb in der Mixed Zone und folgte Jürgen Schmidt von der Deutschen Bank und Lisa Augustin bei ihrem Vortrag mit dem Thema „Wenn Vertrauen rankt – Corporate Influencer als SEO-Treiber“.

Nochmals eine ganz anderer Interpretation der Mixed Zone. Lisa und Jürgen betraten mit „Eye of the Tiger“ in Bademänteln die Bühne. Dort fand ein Kampf über zwölf Runden statt. Einer nannte ein Vorurteil über das Thema des anderen und diese konnte dann eine Minute antworten. Frei raus, keine geskriptete Präsentation. Am Ende wurde jeder mit jeweils zwölf Vorurteilen konfrontiert und konnte dann reagieren.

Die Verbindung zwischen Corporate Influencing und SEO, die auch schon Lily Ray erwähnte, fand hier einen schönen Abschluss. Am Ende geht es um Menschen.

Lisa Augustin und Jürgen Schmitt auf der CAMPIXX 2026

Glücksforschung & SEO

Dann wurde es auch für mich ernst, denn mein Vortrag stand an. Gemeinsam mit dem Happylogoen Patrik Wenke stellten wir unsere Sichtweise zum Thema „Positive Nutzererlebnisse, bessere Rankings – Glücksforschung für SEO gedacht“ vor. Die genauen Details erfährst Du bald in einem gesonderten Artikel.

Jörg Niethammer auf der CAMPIXX 2026

Abendprogramm

Ja, das Abendprogramm. Mit dem 2025 entstandenen Vakuum durch das Fehlen des SEOnärs hatte ich große Hoffnung auf 2026. Allerdings gab es außer das allseits beliebte Karaokesingen und die Tanzfläche mit DJ kein organisiertes Programm. Schade, ja, aber an den SEOnär kommt vermutlich wenig ran, daher akzeptabel.

Ich verbrachte den Abend größtenteils am selben Ort auf einem Sofa unweit des Hau den Lukas bzw. Hau den Olaf von Aufgesang. Tolle Gespräche, sehr ehrliche auch teilweise private Unterhaltungen, ein riesiges Vertrauen und die ein oder andere Nachricht, die ich erstmal noch verdauen und einordnen musste. Genau das macht die CAMPIXX aus: Networking und eine gute Zeit. Habe ich so noch auf keiner anderen Konferenz erlebt. Einfach toll.

Um 1:15 Uhr endete für mich der Abend und ich ging die wenigen Meter ins Hotelzimmer.

Tanzfläche mit DJ auf der CAMPIXX 2026

Tag 2 der CAMPIXX 2026

So fit war ich selten am zweiten Tag und wachte nach einer guten Nacht ohne Wecker um kurz nach sieben auf. Nach etwas Morgenmagazin, einer kalten Dusche und dem Packen ging es zum Hotelfrühstück, das keine Wünsche offen ließ.

Keynote von Marco Scheel

Eine Keynote von einem Menschen, der überhaupt nichts mit SEO zu tun hat und den quasi niemand kennt. Oder doch? Marco Scheel ist Geschäftsführer von Nordwolle. Marco wurde auf ihn aufmerksam, weil er vor allem bei YouTube sehr präsent und vor allem echt ist.

Klar, so eine Keynote bringt für SEO erstmal direkt wenig bis nichts. Aber die Gedanken, die die beiden Marcos teilten, lassen sich durchaus adaptieren und man kann seine eigene Sicht auf die Dinge neu bewerten. Die ganzen Hintergrund informationen zu Nordwolle, der mehrteiligen NDR-Doku und die echten Herausforderungen mit den Verwaltungsbehörden waren extrem spannend. Und Marco Scheel hat sie in seiner durchaus bekannten Art wiedergegeben. Herrlich, hat echt Spaß gemacht!

Metriken & KPIs für AI-Search

Ich blieb im größten Raum sitzen und hörte mir Artur Kosch zum Thema „Was ist Sichtbarkeit, wenn niemand klickt? Metriken & KPIs für solide Entscheidungen in AI Search“ an.

Artur ging vor allem auf selbstgebaute Tools ein, die die Metriken richtig bewerten und wie er im Agenturalltag effektiver und effizienter in der Datenerfassung wird. Solche Vorträge beeindrucken mich, weil sie zeigen, wie intenstiv sich manche mit diesem Thema auseinandersetzen. Zahlreiche Beispiele aus der Finanzbranche visualisierten seine Ideen und Argumente.

Artur Kosch auf der CAMPIXX 2026

Zukunft von SEO-Agenturen

Ob es mir für diese Talkrunde zur Zukunft von SEO-Agenturen zwischen Dominik Graser, Julia Weißbach und Nina Roser noch reichen sollte, wusste ich anfangs nicht, denn ich musste zum Flughafen. Das Taxi bestellte ich auf 12:15 Uhr, sodass ich pünktlich am BER ankommen konnte.

Zukunft von SEO-Agenturen auf der CAMPIXX 2026

Verpflegung

Tagsüber

Am späteren Vormittag wurden erste Speisen zur Verfügung gestellt. Es gab verschieden Wraps (der Hackfleisch-Chili-Wrap war überragend gut!) und kleinere Snacks. Am Nachmittag gab es Kuchen, Donuts und Co. Keine riesige Auswahl, aber das reicht auch komplett. Da war für alle was dabei.

Mittagessen

Jo, keine Ahnung. Ich war an beiden Tagen der CAMPIXX 2026 nicht beim Mittagessen. Am Donnerstag checkte ich in mein Hotelzimmer ein, nahm ein Reel vom Vormittag auf und ging meine Präsentation nochmals durch. Am Freitag musste ich bereits abreisen. Soll aber gut gewesen sein. Dieser Aussage schenke ich großes Vertrauen, weil es die letzten Jahre immer super war.

Abendessen

Wie jedes Jahr gab es verschiedene Foodtrucks. An den einen war mehr, an den anderen weniger los. Ich entschied mich für ein Fleischküchle (Bulette, Frikadelle), ein Weckle (Brötchen, Semmel, Schrippe) und eine Coleslawsalat. Solide. Die anderen Gerichte u. a. der Burger sahen ebenfalls sehr gut aus und ich hörte nur positive Stimmen.

Getränke

Getränke standen tagsüber an mehreren Standorten bereit. Es gab verschiedene gekühlte Softdrinks, Heißgetränkemaschinen (es gab nicht nur Kaffee) und Wasserspender. Perfekt, da gibt es nichts zu verbessern.

Es gab einen Stand mit Bier (4 Euro für 0,33 Liter Beck’s) und einen Stand mit Cocktails. Letzterer schloss allerdings etwas früher, daher konnte ich hier nicht zuschlagen.

Transfer

Hin- & Rückreise

Für mich ging es wie jedes Jahr frühmorgens auf der Schwäbischen Alb los. Um 3:20 Uhr klingelte der Wecker, kurz darauf ging es mit dem Auto in Richtung Stuttgart. Dort parkte ich im vorreservierten Parkhaus, ging zur Sicherheitskontrolle und flog um 6:25 Uhr nach Berlin.

Flughafen Stuttgart beim Sonnenaufgang im Juni 2026

Dann kommt das einzige kleine Problem der CAMPIXX-Location: Man kommt öffentlich vom BER quasi nicht hin. Also ging’s mit dem Taxi für 50 Euro weiter.

Zurück ein ähnliches Spiel: Mit dem Taxi zeitlich eng gestrickt zum BER, hoffen, dass wenig bei der Sicherheitskontrolle los ist und zurück nach Stuttgart. Da ich ein Firmenfahrzeug nutzte, fuhr ich in einer traumhaften Rushhour nach Schiltach, gab das Fahrzeug ab und fuhr 50 Minuten zurück nach Hause.

Die Reisezeit liegt beim Hinweg, wo ich zuhause starte inkl. Wartezeit am Flughafen bei etwa 4,5 Stunden. Beim Rückweg inkl. Auto abgeben bei etwa 7 Stunden. Ein Wahnsinn eigentlich. Aber es geht nicht anders. Mit dem Zug bräuchte ich mind. 9 Stunden, bräuchte zwei Übernachtungen mehr und wäre anstatt zwei vier Tage unterwegs. Das ist aktuell nicht umsetzbar, daher fällt es aus. Bei der Fahrt mit dem Auto sieht es ähnlich aus.

Transfer vor Ort

Wenn man nicht im Speaker-Hotel im Van der Valk untergebracht ist, sind die Transfers ein Thema. Vor zwei Jahren war ich in Mahlow, letztes Jahr in Rangsdorf. Mahlow geht nur mit dem Taxi, Rangsdorf habe ich zweimal zu Fuß gemacht (zum Einchecken am Abend und zurück), nachts nahm ich ein Taxi, am nächsten Morgen konnte ich dankenswerterweise mit zwei SEO-Kollegen mitfahren. Das ist teuer und mit einem gewissen Aufwand verbunden, da man nicht in der Stadt ist.

Bei der CAMPIXX 2026 war ich als Speaker im Van der Valk direkt untergebracht, was die ganze Sache extrem erleichtert. Vor allem kann man sich theoretisch jederzeit ins Zimmer zurückziehen, was ich nicht in Anspruch genommen habe.

Marco Janck hat in seinem Livestream Messy Middle Madness am 16. Juni 2026 (siehe Video) angekündigt, dass es für die CAMPIXX 2027 eine Lösung geben soll. Er sprach von wenigen von der CAMPIXX organisierten Hotels und Shuttles. Das wäre definitiv ein Gamechanger!

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Weitere Informationen

Fazit

Ich fand die CAMPIXX 2026 wieder rundum gelungen. Die Vorträge waren allesamt gut bis sehr gut, die Infrastruktur mit Ausnahme der Beamer in den Haupträumen ohne Makel.

Die Mixed Zone war ein Experiment, das aus meiner Sicht leider nicht so gut angenommen wurde, wie ich mir erhofft hatte. Allerdings sind sieben Paralleltracks m. E. zu viel. Häufig konzentrieren sich die Besucher in wenigen Tracks und andere sind wenig besucht. Gleichzeitig spricht das auch für das extrem gute Programm. Wenn man sich nicht entscheiden kann, wo man hingeht, ist das Programm gut!

Danke an alle, die dort waren.

Meine (leider erst) vierte CAMPIXX liegt somit hinter mir und nur eines ist definitiv sicher: Ich werde auch bei der CAMPIXX 2027 am Start sein, egal in welcher Form!