Jörg Niethammer

Servus, Grüezi und Hallo,

Mein Name ist Jörg Niethammer. Ich bin Experte für Sichtbarkeit an allen digitalen Touchpoints. Hauptberuflich bin ich Search und AI Strategist beim Sanitärhersteller Hansgrohe und nebenberuflich als SEO-, GEO- und Wikipedia-Freelancer tätig.

Jörg Niethammer (SEO-/GEO-Experte)

Begonnen als Unternehmensberater im Full-Service-Online-Marketing habe ich mich über die klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu einem strategischen Berater für Search und AI-Visibility entwickelt. Meine Expertise teile ich mehrmals wöchentlich bei LinkedIn, bin regelmäßig Speaker bei namhaften Konferenzen wie der SMX München, der CAMPIXX und der SEOkomm und als Gast in Podcasts wie SEOPRESSO, Search Camp und dem Content Performance Podcast zu hören.

Seit Januar 2026 betreibe ich den wöchentlichen Search-Diary Podcast. Jeden Montag analysiere ich kontroverse und inhaltlich sehr wertvolle Posts vor allem aus LinkedIn. Thematisch fokussiert sich der Search-Diary Podcast vor allem auf SEO und GEO, wird jedoch auch durch allgemeine Themen wie Work-Life-Balance und Human Resources ergänzt. In unregelmäßigen Abständen lade ich Gäste ein, die die letzte LinkedIn-Woche gemeinsam mit mir analysieren und kommentieren.

Meine Geschichte

Im weiteren Sinne beginnt meine Online-Marketing- und SEO-Geschichte im Jahre 2003 – im Alter von 13 Jahren. Sie führt vom Jugendhobby über das Studium und ein augenöffnendes Praxissemster zu meinem ersten hauptberuflichen Job in einer Online-Marketing-Agentur im Jahre 2016.

Erste Website mit 13

Im Jahrhundertsommer 2003 habe ich meine erste Website gebaut. Damals mit einem Website-Baukasten namens 8ung. So gut wie jeder Freundeskreis im Ort hatte eine solche Website. Warum? Keine Ahnung. Infolgedessen gab es sehr viel Learning by Doing. Die ersten Websites waren auf der Subdomain des Anbieters (name.8ung.de), danach ging es auf kostenlose Subdomains (name.de.ms), denn einen Euro pro Monat für eine .de-Domain war nicht vorstellbar – zumal niemand von uns 18 war.

Zwangsläufig setzt ich mich dann auch mit SEO auseinander. Obwohl man Title und Meta Description angepasst hat, war das Snippet auf der Google-SERP unverändert. Warum? Was mache ich falsch? Wie ändere ich das jetzt? Aber genau diese Basics waren meine ersten Berührungspunkte mit SEO, obwohl ich das zu diesem Zeitpunkt nicht wusste.

Logo von ReEppa.de

2005 wurden die Websites professioneller. Es war wie ein Wettberwerb zwischen den Freundeskreisen, wer die beste Website hat. Der Gamechanger war das CMS PHP-Fusion. Es gab Benutzerprofile, ein Forum und weitere interaktive Möglichkeiten. Auf unserer Website hatten wir über 1.000 registrierte Mitglieder und hatten über 100.000 Website-Sessions pro Jahr. Ohne Vermarktung, ohne SEO, ohne Social Media. Einfach nur, weil wir Partyfotos machten und Links von anderen bekommen haben. Parallel war ich als Partyfotograf bei dem größten sozialen Netzwerk der Region ReEppa.de tätig.

Am 30. März 2006 registrierte ich mich in der Wikipedia und bin seither als Bearbeiter aktiv. 2008 bekam ich den Status eines Sichters. Seither habe ich mehr als 2.000 Bearbeitungen durchgeführt, wovon über 96 Prozent dauerhaft sichtbar sind und mehr als 40 Artikel neu erstellt.

WordPress, Studium & Praxis

Nach dem Abitur 2009 ging es für mich im Rahmen der Wehrpflicht zur Bundeswehr, wo ich mich nach den neun Pflichtmonaten insgesamt 23 Monate verpflichtet habe. In meiner Freizeit entwickelte ich die ersten WordPress-Projekte für Vereine, Bands und Kneipen.

Während der Schulzeit waren vor allem ICQ und SMS für 19 Cent pro 160 Zeichen die typischen Kommunikationsmittel, SchülerVZ bzw. StudiVZ/meinVZ die ersten sozialen Medien. Allerdings drängte Facebook auf den deutschen Markt und fortan beschäftigte ich mich zwangsläufig auch mit Social Media.

Am 1. Okotber 2011 begann ich mein Bachelor-Studium an der Hochschule Heilbronn am Campus Schwäbisch Hall. Mein „Internet-Hobby“ erkannte ich nicht als berufliches Potenzial und studierte Management und Vertieb mit Schwerpunkt auf Finance. In einen Semesterferien absolvierte ich ein Praktikum im Deutschen Bundestag in Berlin. Das verpflichtende Praxissemster im Rahmen des Studiums brachte mich in die E-Commerce-Abteilung der Allianz Deutschland nach Unterföhrung bei München. Das Studium schloss ich erfolgreich im Sommer 2015 ab und begab mich auf Jobsuche, ohne zu wissen, was mich in den nächsten Jahren erwarten sollte.

Der erste Job

Während des Studiums gingen meine hobbymäßigen Website-Projekte weiter, Social Media wurde immer wichtiger und die Marketing-Vorlesungen fand ich immer am spannendsten. Daher entschied ich mich, mich vor allem im Bereich Online-Marketing zu bewerben.

Am 1. März 2016 begann ich schließlich als Online-Marketing-Trainee bei der Online Solutions Group in München. Wir waren Full-Service-Dienstleister für alle Themen des Online-Marketings. SEO und SEA waren die wichtigsten Themen, Content Creation, Affiliate-, Display- und Social-Media-Marekting wurden aber auch regelmäßig gemacht. Obwohl das Traineeship eigentlich zwölf Monate dauern sollte, wurde ich nach neun Monaten zum Online-Marketing-Manager befördert. Im weiteren Verlauf konnte ich mich zum Teamleader der SEO-Abteilung entwickeln.

Schon während der Trainee-Zeit wuchs meine Leidenschaft für SEO. Die anderen Themen waren strategisch ebenfalls spannend, aber SEO hat mich in seinen Bann gezogen. Durch meinen privaten WordPress-Hintergrund betreute ich vor allem Kunden, die WordPress-Websites hatten und baute ganze Websites von Anfang an auf, was meine Expertise in technischer SEO deutlich stärkte.

Neben den zahlreichen und sehr verschiedenen Kundenprojekten war vor allem die Entwicklung der Performance Suite sehr prägend. Als Teilprojektleiter habe ich die integrierten Tools in den Bereichen Content- und Offpage-SEO initial voran.

Zurück in die Heimat

Nach zwei Jahren Bundeswehr (2009–2011), vier Jahren Studium (2011–2015) und drei Jahren München (2016–2018) zog es mich wieder dauerhaft in die Heimat. Durch mein vielfältiges ehrenamtliches Engagement war ich viele Wochenenden zuhause, aber sonntags „zurückzufahren“ wurde immer weniger reizvoll. Im Sommer 2018 war mein Plan, dass ich noch ein bis zwei Jahre in München bleibe, zumal ich erst ein halbes Jahr Teamleader war und erst frisch die zwölfwöchige Weiterbildung zum Projektmanager IHK abgeschlossen hatte. Aber es ergab sich eine einmalige Chance.

Am 1. Oktober 2018 startete ich als SEO-Manager bei Hansgrohe in Schiltach und konnte von da an täglich pendeln. Ich genoss die Zeit zuhause, mit Freunden und in den Vereinen und war gleichzeitig sehr gerne im Büro. Doch die COVID-19-Pandemie ab März 2020 beendete diese herrliche Zeit relativ schnell und es ging mal mehr, mal weniger ins Homeoffice.

Als einziger SEO war ich für die komplett Search-Thematik global verantwortlich. Neben den beiden Marken hansgrohe und AXOR waren auch die B2B-Portale und die Corporate-Website in meiner SEO- und SEA-Verantwortung. Über 80 Websites und dazu über 60 Relaunches innerhalb von zwei Jahren wurden von mir beraten. Ich konnte die Bedeutung von SEO innerhalb des Unternehmens massiv ausbauen und beriet in der Spitze 18 Tochtergesellschaft mit jeweils drei Websites.

Raus an die Öffentlichkeit

Während meiner Hansgrohe-Zeit fing ich an, mein Wissen und meine Erfahrungen bei LinkedIn zu teilen. Es entstanden tolle Kontakte und neue Möglichkeiten. Unter anderem nahm ich am Coaching-Programm der SMX München teil und durfte mit meinem Coach und SEO-Legende Jens Fauldraht meine erste Präsentation für die SMX 2021 vorbereiten. Im Rahmen dessen lud er mich zu meiner ersten Podcast-Aufnahme überhaupt in den SEOHouse Podcast ein.

Danach folgten nach und nach weitere Einladungen als Speaker zur SMX in München, der CAMPIXX und SEO:CAMPIXX Extreme in Berlin, dem SMX Inhouse SEO-Day und der SEOkomm in Salzburg. Zudem durfte ich teilweise mehrfach in führenden Podcasts wie SEOPRESSO, Content Performance Podcast und Search Camp zu Gast sein und meine Cases und mein Wissen teilen.

Veränderungen

Nach fast fünf Jahren bei Hansgrohe sollte es für mich noch näher an unser Zuhause gehen, denn ich begann am 1. September 2023 bei der Fashion-Brand Mey in Albstadt-Lautlingen. Dort war ich als Senior Search Experience Manager tätig und verantwortete die gesamte SEO-Thematik des Online-Shops. Nach sieben Monaten trennten sich unsere Weg wieder und ich kehrte in einer neuen Rolle zu Hansgrohe zurück. Parallel machte ich mich nebenberuflich als SEO-Freelancer selbstständig.

Bei Hansgrohe ging nicht nicht einfach in meinen „alten“ Job zurück, sondern bekam eine strategische Rolle für das Thema Search und AI-Visibility. Ich sorge für die richtigen strategischen Rahmenbedingungen und bin Verantwortlicher für die Initiative hansgrohe Next Level.

Nach zahlreichen Gastauftritten in Podcasts, die mir immer unheimlich viel Spaß machten, startete ich im Januar 2026 den heutigen Search-Diary Podcast – damals unter dem Namen SEO-Diary Podcast. Ich wollte dabei nie das gleiche Konzept verfolgen, wie alle anderen SEO-Podcasts. Mir ging es darum, Themen, die bei LinkedIn kontrovers diskutiert werden und hohe Aufmerksamkeit erregen, zu analysieren und zu kommentieren.

Meine Heimat

Wie in meiner Geschichte zu lesen, bin ich sehr heimatverbunden und in zahlreichen Vereinen ehrenamtlich tätig. Daher war es für mich nie wirklich eine Option, dauerhaft in München oder anderen tollen Städten zu wohnen. Ich komme aus dem Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, etwa auf halber Strecke zwischen Stuttgart und dem Bodensee. Wir wohnen auf über 900 Metern auf der Schwäbischen Alb in Mitten teilweise streng geschützter Natur.

Seit 2015 bin ich Vorstandsmitglied der Narrenzunft Schömberg e. V., einem überregional bekannten Verein zum Erhalt des Brauchtums und der Tradition der schwäbisch-alemannischen Fastnacht in Schömberg im Zollernalbkreis. Seit 2019 bin ich als Säckelmeister verantwortlich für die Vereinsfinanzen, Beauftragter für die Online-Auftritte (Website und Social Media) und in mehreren Unterausschüssen aktiv.

Als heute ehemaliger Handballer bin ich seit 2006 im Sponsoring-Team der Handballabteilung der TG Schömberg. Dort bin ich seit über 15 Jahren für die technische Umsetzung des Print-Saisonhefts „Handball Aktuell“, welches immer zu Saisonbeginn veröffentlicht wird, verantwortlich. Von 2006 bis 2016 war ich zudem Handball-Schiedsrichter und zwischenzeitlich Schiedsrichter-Beauftragter innerhalb der Abteilung.