GEO KNOW HOW 2026

GEO KNOW HOW 2026

Quo vadis GEO? Das war der Titel von Claneo-Geschäftsführer und Veranstalter der GEO KNOW HOW 2026 Matthäus Michalik. Und genau das sollte die Leitfrage über alle Vorträge sein. Auch ich war mit einem Vortrag mit GEO-Praxisbeispielen auf der Bühne und habe allerhand rund um die GEO-Konferenz in Berlin erlebt. Was genau und wie die anderen Vorträge und Diskussionen waren, erfährst Du in diesem Artikel.

GEO-Vorträge

Neun Vorträge und eine Paneldiskussion zu Sichtbarkeit in KI-Systemen bzw. Large Language Models (LLMs) bot die GEO KNOW HOW 2026 auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Konferenzen gab es nur eine Bühne, weshalb man nichts verpasste.

Begrüßung

Den Start ließ sich Matthäus Michalik von Claneo als Veranstalter nicht nehmen. Er blickte auf das Motto Quo vadis GEO. Dabei teilte er einige allgemeine Statistiken und auch Thesen. Eine davon war, dass er der Darstellung Googles, dass gutes GEO gutes SEO sei, nicht teilt. Er verwies immer wieder auf die folgenden Vorträge, um diesen nichts vorwegzunehmen.

Ich fand es ein richtig starkes Intro: Nicht zu lang, nicht zu kurz. Es hat den Rahmen für den ganzen Tag direkt abgesteckt und regte erste Diskussionen für die folgenden Pausen an. Nach dem Intro übernahm sein Co-CEO von Claneo Martin Grahl die Moderation.

Begrüßung bei der GEO KNOW HOW 2026

GEO für 350 Marken

Der erste Gastvortrag kam von Lena Wintjes von der S-Communication Services GmbH. Dabei stellte sie die grobe Unternehmenstruktur der S-Finanzgruppe mit den 350 regionalen Sparkassen unter einem Dach vor.

Die Herausforderungen liegen auf der Hand. Dennoch zeigte sie sehr anschaulich, wie sie mit kleinen, aber wirksamen Schritten Maßnahmen zur Steigerung der KI-Sichtbarkeit in der Unternehmensgruppe integriert haben.

Daraus konnte man durchaus einiges ableiten und ich erkannte unsere Hansgrohe-Cases in einigen Themenbereichen wieder. Bei uns kommt allerdings noch die internationale Komponente, mit unterschiedlichen Sprachen, Vertriebsmodellen und Märkten hinzu.

Einen Punkt den ich ebenfalls verstehe: Ein USP sind u. a. die Menschen, die in den mehreren tausend Filialen der Sparkassen arbeiten. Das unterscheidet die Sparkasse bis heute von Online-Banken und Neo-Brokern. Diese extrem wertvolle Expertise zu sammeln, zu verarbeiten und effektiv sichtbar zu machen, ist keine einfache Aufgabe.

Lena Wintjes bei der GEO KNOW HOW 2026

20 GEO-Strategien & -Loopholes

Weiter ging’s mit Malte Landwehr von Peec AI. Er hielt an diesem 1. Oktober seinen 37 Vortrag im Jahr 2026. Wer ihn zuletzt schon gehört hat und ihm bei LinkedIn folgt, weiß, dass seine Vorträge immer sehenswert sind.

Ich habe nicht mitgezählt und er hatte auch keine Seitenzahlen angezeigt, aber es waren definitiv über 100 Slides in etwa einer halben Stunde. Und jede Slide war stark und voll mit einzigartigen Insights aus der riesigen Peec-AI-Datenwelt.

Bei solchen Vorträgen gibt es immer ein gutes und ein schlechtes Gefühl zugleich. Auf der einen Seite kommen echte Daten und man weiß, diese Daten beweisen, dass eine Maßnahme funktioniert. Auf der anderen Seite sind es aber pauschale und durchschnittliche Erkenntnisse. Sie gelten sicher nicht für alle Branchen, Unternehmen, Websites usw. gleichermaßen. Malte erwähnte das zum Glück mehrfach, was ich sehr wichtig und ehrlich finde!

Ein paar Stichpunkte, die ich mir notiert habe:

  • Fanout-Queries prüfen und konkrete Ableitungen für die Content-Optimierung treffen
  • Konsistente Infos z. B. Preisanzeigen nicht nur auf der Pricing-Seite
  • Kernmessage innerhalb von maximal Wörtern in den ersten 30 Prozent der Seite
  • Auf den Punkt kommen und Sätze nicht zu stark versachteln (ja, ich arbeite daran)
  • AI-Instruction-Page statt llms.txt
  • Reviews-Seite mit Links zu erhaltenen Reviews

Klar, von Malte habe ich mir viel erhofft und er hat wie immer geliefert. Vergleicht man diesen Vortrag mit seiner Keynote bei den OMR im Mai, war nach etwas mehr als vier Monaten nicht mehr alles deckungsgleich. Das beweist, wie schnell sich das ganz GEO-Game entwickelt. Super Vortrag!

Malte Landwehr bei der GEO KNOW HOW 2026

GEO-Use-Cases

Der dritte Vortrag war mein eigener. Mein Thema lautete „Von SEO zu Online-Visibility: Echte GEO-Use-Cases statt ChatGPT-Hype“. Dabei fokussierte ich mich auf drei Cases aus der Hansgrohe-Welt. Wie wir diese umgesetzt haben und was die Ergebnisse waren.

Mir fiel die Vorbereitung nicht ganz einfach. Wer sitzt im Publikum? Ist mein Vortrag zu Basic oder auf einem zu krassen Expert-Level? Die Balance zu finden, ist nicht einfach. Laut den Rückmeldungen direkt vor Ort, über LinkedIn und Instagram ist mir das jedoch sehr gut gelungen.

Die Slides gibt es vom Veranstalter, der Vortrag soll meines Wissens nach bei YouTube veröffentlicht werden. Sobald die Daten bereitgestellt sind, werde ich sie hier ergänzen. Falls Du die Slides vorher möchtest, schreibe mir gerne bei LinkedIn.

Fakten zu GEO-Mythen

Direkt weiter ging’s mit Julia Weißbach von Sistrix mit spannenden Daten und Fakten rund um GEO. Wer Julia schon mal erlebt hat, egal ob live oder in einem Webinar, der weiß, worauf er sich einlässt.

Und genau das hat sie geliefert: Knallharte Fakten, optisch herausragend aufbereitet und immer einen humorvollen Nebensatz oder eine lustige Animation mit dabei. Ich finde diesen Stil klasse und würde mal so frech sein, dass wir, was das angeht, gar nicht so unterschiedlich sind.

Inhaltlich war es kein so ein typischer GEO-Vortrag. Es ging viel mehr darum, dass SEO weiterhin die Grundlage von GEO ist. Diesen Satz hatten wir über diesen Vormittag schon häufiger gehört. Julia hat ihn mit Sistrix-Daten eindrucksvoll bewiesen.

Das war echt cool zu sehen, dass die Grundlage weiterhin eine gute Website-Infrastruktur sein muss. Ich sage dazu nicht mehr „SEO“-Basics. Das sind und waren eigentlich auch schon immer allgemeine Basics, die man von einer Website erwarten sollte.

SEO, GEO, Social als gemeinsame Strategie

Nach der Mittagspause kam für mich das Highlight im Vorfeld: Tamara Heinz von MediaMarktSaturn hatte das Thema der Touchpoint-Verknüpfung. Und das in einem so großen Unternehmen.

Für mich war nichts Neues dabei. Also ein wertloser Vortrag, oder? Nein, auf gar keinen Fall! Der Votrag war inhaltlich und von der Art und Weise sehr gut. Er bestätigte ganz viel, was Malte und Julia auch schon erwähnt hatten und bestätigte vor allem grundlegende Strategiethemen, die ich in meinen SEO- und GEO-Sparrings und SEO- und GEO-Strategien als Freelancer und als Inhouser bei Hansgrohe anwende.

Genau deshalb sind Vorträge, die für einen persönlich nichts Neues hervorbringen, dennoch extrem wertvoll. Denn MediaMarktSaturn hat allein schon von der Quantität, eine ganz andere Datengrundlage als wir es je haben werden.

Panel-Diskussion

Es folgte die einzige Panel-Diskussion der GEO KNOW HOW 2026 mit Christian Rieber (ADAC), Benjamin Szturmaj (CarVia), Charlotte Witzke (Bausparkasse Schwäbisch Hall), Benedikt Kirch (OBI) und Monika Butterweck (ahrefs). Thema: Wie setzt man GEO im Unternehmen um?

Ich mache es kurz: In der Pause zuvor hatte ich mich mit Matthäus Michalik im Foyer verquatsch und habe nur sehr wenig davon mitbekommen. Das war natürlich schade, aber ich werde mir die Aufzeichnung im Nachgang anschauen.

Die erste Frage war, wie lange man das Thema GEO schon behandelt. Und, so sehr ich alle Teilnehmer schätze, allein diese Antworten haben schon sehr lange gedauert. Ja, es war interessant zu hören. Aber wirklich viel gebracht hat es der Audience nicht. Daher hätte ich persönlich entweder weniger ins Panel gesetzt oder die Antwortzeit bzw. den Umfang der Antwort auf wenige Worte beschränkt.

Panel-Diskussion bei der GEO KNOW HOW 2026

Markenbild in KI-Systemen steuern

In diesem Vortrag kam der nächste Vertrter eines Tool-Anbieters auf die Bühne: Kristian Schumacher von Profound berichtete mit einer breiten Datenbasis, was genau man die Wahrnehmung seiner Brand steuern kann.

Ich fand den Vortrag auch sehr gut. Auch dieser Vortrag bestätigte mit zahlreichen Daten die Thesen, Aussagen und Rückschlüsse der Vorredner. Das ist immer der Nachteil an Sessions am Nachmittag und Abend: Es kann gut sein, dass man Ähnliches nochmal erzählt. Da kann Kristian aber nichts dafür, bitte nicht falsch verstehen, seine Daten und Ableitungen hatten absolute Berechtigung und boten einen breiten Mehrwert.

Backlinks, Beats & Bots

Nach Kristian folgte Elena Kelava von Camel Active. Der Titel und die Vortragsbeschreibung machten mich neugierig und ich war gespannt, was kommen sollte.

Elena zeigte anhand einiger Beispiele, wie sie unter anderem gemeinsam mit Claneo digitale PR und andere Praxis-Cases im Bereich Mentions und Backlinks aufbauten. Es war ein ganz anderer Vortrag, es ging weniger um Daten und mehr um kreative Ideen, Dinge umzusetzen oder auch nicht umzusetzen. Sehr cool!

Elena Kelava bei der GEO KNOW HOW 2026

Letzte Vorträge & Abendprogramm

Die letzten beiden Vorträge von Hadeer ElMalah (Sixt) und Christian Schulze (Frankfurt School of Finance & Management) sowie das Abendprogramm konnte ich leider nicht mehr verfolgen, da ich mich bereits auf die Rückreise begeben musste.

Verpflegung

Tagsüber

Wie bei allen typischen Konferenzen unserer Branche waren Getränke und Speisen jederzeit verfügbar und kostenlos.

Direkt nach der Ankunft gab es zum Frühstück ein paar Backwaren wie Croissants, eine Barista-Station mit verschiedenen Kaffeesorten und verschiedene Kaltgetränke. Zwischendurch gab es kleinere Snacks wie kleine Kuchen und Obst. Es war immer etwas da, das fand ich sehr gut.

Mittagessen

Zum Mittagessen gab es vier Stationen mit verschiedenen Gerichten. Ich verbrachte die Mittagspause mit Julia Weißbach und wir entschieden uns für Pasta mit Käse, Tomaten und Rucola und eine Pinsa mit Schicken und Rucola. Es gab auch noch eine Falafel- und eine Taco-Station.

Das Essen war sehr gut und ausreichend. Durch die Verteilung der Stationen über den gesamten Bar- und Außenbereich war es zwar nicht einfach, einen Überblick zu bekommen, aber dadurch entzerrte sich das Ganze etwas und die Wartezeiten hielten sich in Grenzen.

Getränke

Wie bereits erwähnt, gab es Kaffee von einer Barista-Station, bewerten kann ich diese nicht, ich trinke immer noch keinen Kaffee. Zudem gab es Kaffeekannen, für alle, die nicht anstehen wollten.

Als Kaltegetränke gab es Wasser, verschiedene Fritz-Sorten und für mich Landbewohner „exotische“ Getränke wie Mate und Matcha-Mischungen. Ich blieb beim Cola-Zero und Wasser.

Hin- & Rückreise

Wie schon bei der CAMPIXX 2026 ging es für mich um 3:20 Uhr mit dem klingelnden Wecker los. Kurze Zeit später fuhr ich mit dem Auto zum Flughaften Stuttgart, dort parkte ich im vorreservierten Parkhaus, ging zur Sicherheitskontrolle und flog um 6:25 Uhr in Richtung Berlin.

Vor Ort wurde es dann etwas einfacher als bei der CAMPIXX: Als sparsamer Schwabe fuhr ich natürlich nicht mit dem Taxi, sondern mit der S-Bahn weiter. Diese brachte mich zum Treptower Park, von wo aus ich zu Fuß etwa zehn Minuten zum Festsaal Kreuzberg benötigte.

Zurück ging es dann auf ähnlichem Wege: Zu Fuß zum Schlesischen Tor, mit der U-Bahn zum Südkreuz und von dort mit dem Flughafen-Express zum BER. Mein Zeitplan war tatsächlich relativ schlecht, ich war viel zu früh am Flughafen. Daher hätte ich mir die letzten beiden Vorträge wohl doch anschauen können und es hätte gereicht. Naja, sei’s drum.

Zu allem hatte der Flug dann auch noch Verspätung und wir hoben erst um kurz nach 21 Uhr ab. Dafür konnte ich die Zeit im Flughafen nutzen und eine Großteil dieses Berichts über die GEO KNOW HOW 2026 schreiben.

In Stuttgart angekommen, schüttete es aus Eimern. Da ich dem Wetterbericht vertraute, hatte ich natürlich keine Jacke dabei. Egal, schnell zum Auto und ab nach Hause. Die GEO KNOW HOW 2026 war für mich dann um kurz vor 24 Uhr beendet.

Location

Die GEO KNOW HOW 2026 fand im Festsaal Kreuzberg statt. Für mich lag die S-Bahn-Station Treptower Park am idealsten bei der Anreise. Bei der Rückreise wählte ich die U-Bahn ab dem Schlesischen Tor. Beides war okay, die jeweiligen Fußwege vergleichbar.

Die Location selbst sah von außen eher unspektakulär aus und ohne das massive Baunzaun-Branding leicht zu übersehen. Innen bot sich ein anderes Bild. Dennoch war es eine nicht vergleichbare Location wie bei der CAMPIXX in einem 4-Sterne-Hotel oder der SMX in einem Kongresszentrum bzw. einer Messe. Ich würde sagen, genau so eine Location erwarte ich, wenn ich an Berlin-Kreuzberg denke und das meine ich nicht negativ. „Festsaal“ ließ mich zu Beginn jedoch etwas an meiner Erwartungshaltung zweifeln.

Ich fand den Festsaal Kreuzberg cool und absolut angemessen für den Zweck. Nicht zu groß, nicht zu klein. Ein großzügiger Bar-Bereich und ein toller Außenbereich. Man fand auch ruhige Rückzugsorte, wenn man diese brauchte. Für uns Speaker gab es noch einen Backstage-Bereich mit Garderobe, Toilette und Co.

Für mich eine ideale Locationwahl!

Festsaal Kreuzberg bei der GEO KNOW HOW 2026

Fazit

Die zweite GEO KNOW HOW überhaupt, die erste für mich und dann gleich als Speaker. Für mich war es eine insgesamt gelungene Veranstaltung, die man auf jeden Fall besuchen kann. Großes Lob an Claneo, die Organisation war sehr gut.

Wenn ich etwas verbessern müsste, dann würde ich die Panel-Diskussion, wie bereits erwähnt, quantitativ reduzieren und bei den Vorträgen mehr darauf achten, dass sich nicht zu viel aufdoppelt.

Danke für euer positives Feedback, die zahlreichen neuen Follower bei LinkedIn und Instagram und einen super Tag! Vielleicht bis nächstes Jahr!

Stories, die ich nach jedem Vortrag gemacht habe und ein paar Reels gibt es bei Instagram:

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