Wie lange dauert GEO?
Du möchtest deine KI-Sichtbarkeit mit GEO verbessern und fragst Dich: Wie lange dauert GEO eigentlich? Diese Frage stellt sich bei allen Unpaid-Maßnahmen, so auch bei der klassischen Suchmaschinenoptimierung (SEO). In diesem Artikel erfährst Du, wie lange es dauern kann, bis man mit GEO-Maßnahmen erste Ergebnisse sehen kann.
Das Wichtigste in Kürze
- GEO-Maßnahmen haben keinen An-Aus-Knopf
- Innerhalb weniger Tage lassen sich auch mit seriösen GEO-Maßnahmen großartige Ergebnisse erzielen
Noch wenige GEO-Case-Studies
Die meisten GEO-Freelancer, -Agenturen und -Dienstleister haben nur wenige oder gar keine echten GEO-Case-Studies. Das kann verschiedene Gründe haben:
- Es gibt nur wenige seriösen GEO-Dienstleister, viele haben kaum Expertise, wittern das schnelle Geld und verkaufen minderwertige Taktiken
- GEO bzw. die Optimierung von KI-Systemen und LLMs ist ein relativ neues Thema, daher gibt es noch nicht so viele Erfahrungen
- Viele, auch ich, sehen die Zukunft von SEO und GEO nicht im Entweder-oder, sondern als übergreifende Disziplin zur Optimierung der Online-Sichtbarkeit
- Viele Unternehmen sind noch in der Lernphase. Das heißt, sie haben noch nicht verstanden, dass ChatGPT und Co. nicht wie Google als Navigation zwischen User und Zielseite dienen, sondern die User im System halten wollen
Traffic gibt es so gut wie nicht aus LLMs. Daher ist GEO, wenn man es denn so nennen will, kein Performance-Kanal. SEO ist auch kein klassischer Performance-Kanal, aber ich kann Klicks, Traffic und Interaktion auf der Website zumindest zum Teil messen. Das ist bei LLMs so gut wie nicht mehr möglich.
Die Frage ist: Was will ich denn eigentlich in einer GEO-Case-Study zeigen, wenn meine Zielgruppe noch nicht bereit ist, zu verstehen, wie LLMs funktionieren?
GEO-Case-Study 2026
Im Juni und Juli 2026 habe ich als Berater für Online-Sichtbarkeit einen ersten größeren Case begleitet. Dabei konnten wir aufschlussreiche Ergebnisse erzielen, um die Frage „Wie lange dauert GEO?“ subjektiv beantworten zu können.
Prompt-Monitoring
Bevor wir bewerten konnte, wie sichtbar wir in LLMs sind, brauchten wir ein Tool, das diese Sichtbarkeit messen kann. Im Rahmen des Projekts hatten wir einen beschränkten Zugriff auf das Tool Peec AI.
Im ersten Schritt mussten die Prompts gefunden werden. Hierfür nutzen wir mehrere klassische Research-Tools für Themen und Keywords. Keywords? Ja. Wie suchen zwar Prompts, aber die Nachfrage ist zumindest im Groben vergleichbar. Man kann innerhalb eines Themenbereichs Unterthemen vergleichen und schauen, wo die Nachfrage höher und wo niedriger ist.
Echte Daten aus LLMs gibt es nicht. Wenn ein Toolanbieter etwas anderes behauptet, lügt er. OpenAI (ChatGPT) und Anthropic (Claude) haben keine API oder irgendein Backend, wo man Nachfragewerte herbekommen könnte. Google (AI Overviews, AI Mode, Gemini) konkret für KI auch nicht, allerdings gibt es die bereits bekannten Keyworddaten, die gerade für AI Overviews relevant sind.
In diesem GEO-Case haben wir 30 Prompts zum Thema als relevant eingestuft und in Peec AI hinterlegt. Wir haben sie bewusst frühzeitig hinterlegt, als wir noch keine Content-Maßnahmen umgesetzt hatten. Die Sichtbarkeit lag auch nach mehreren Wochen bei null bis maximal fünf Prozent. Es gab also keine Vermischung mit bereits existierender Sichtbarkeit.
Content-Maßnahmen
Plumpen SEO- bzw. GEO-Content erstellten wir natürlich nicht. Wir erstellten eine initiale Seite auf unserer Website für das Hauptthema. Relativ generisch, wenig spezifisch. Genau das ist auch die Hauptseite, die auf der Website über die Navigation erreichbar ist.
Zudem erstellten wir für Unterthemen, die sich klar vom Hauptthema abgrenzten, zielgruppenspezifische Zusatzseiten. Wir reicherten sie mit relevantem Content für die jeweilige Zielgruppe an. „Klassische“ Content-Optimierungen wie interne Links, hilfreiche FAQs, sinnvolle Markups usw. ergänzten wir da, wo sie notwendig waren.
Als alle Seiten fertig waren, wurden sie gleichzeitig live gestellt und in den entsprechenden Website-Distributionskanälen geteilt (XML-Sitemap, Google Search Console usw.).
Ergebnisse
Einen Tag nach dem Go-Live sahen wir erste ernstzunehmende Bewegungen in der KI-Sichtbarkeit bei Peec AI. Die Sichtbarkeit stieg von null auf 17 Prozent. Am zweiten Tag überholten wir den ersten Wettbewerber, der in diesem Prompt-Set sichtbar ist und hatten 33 Prozent Sichtbarkeit. Am dritten Tag stiegen wir auf 63 Prozent und waren die sichtbarste Brand im Prompt-Set.
Wir pendelten uns auf dem Level zwischen 65 und 80 Prozent ein und blieben die sichtbarste Brand. Ziemlich genau nach einem Monat hatten wir erstmals 100 Prozent Sichtbarkeit auf Tagesbasis. Davon halte ich nur bedingt was. Den wöchentliche Durchschnitt halte ich für aussagekräftiger.
Ab der zweiten Woche waren wir konstant über 80 Prozent und bewegten uns zwischen 80 und 88 Prozent. Den höchsten Wochendurschnitt erreichten wir in Woche fünf mit 88 Prozent.
Die Metrik Sentiment war stets um 60. Sie besagt, in welchem Kontext man genannt wird. Eine Mention ist nur etwas wert, wenn sie positiv ist. „Für dein Projekt empfehlen wir dir Brand X und Brand Y, Brand Z ist nicht geeignet.“ Brand Z hat zwar eine Mention, aber keine gute. Das bringt daher nichts und ist sogar schlecht für die Brand.
Wie lange dauert GEO?
Die GEO-Case-Study zeigt, dass es innerhalb von Stunden erste Ergebnisse geben kann. Die gab und gibt es bei der klassischen Google-Suche auch. Mit einer in einem Thema gänzlich unbekannten Brand ist das dennoch beachtlich.
Man kann für diesen GEO-Case also sagen, dass auch nachhaltige GEO-Maßnahmen innerhalb von wenigen Tagen zu sehr guten Ergebnissen führen können. Das ist keinesfalls eine Garantie, dass dies für alle funktioniert.
Man darf eines nicht vergessen: Im Gesamten kümmern sich die wenigsten Unternehmen um KI-Sichtbarkeit und machen GEO. Der Wettbewerb ist daher niedrig und man kann mit verhältnismäßig unaufwändigen Methoden sehr gute Ergebnisse erzielen. Das war in der Anfangszeit der SEO ähnlich bzw. ist heute noch in aus SEO-Sicht unumkämpften Themen und Branchen immer noch so.
Probiere Dich aus und teste Maßnahmen. Wovon ich jedoch abrate, sind Abkürzungen und vermeintliche GEO-Hacks. Es gibt genügend prominente Beispiele, wo Websites gnadenlos abgetraft und domainweit nahezu unsichtbar geworden sind (z. B. durch Cloaking, self-promotional Listicles, KI-Content). Auch das Thema KI-Wasserzeichen, das im August 2026 aufkam, gilt es zu berücksichtigen.
Fazit
Es ist verständlich, dass man sich fragt, wie lange GEO dauert. GEO ist jedoch eine organische Disziplin, bei der es keinen An-Aus-Knopf gibt. Wer garantierte schnelle Ergebnisse braucht, ist bei GEO und SEO falsch. Wer nachhaltig und dauerhaft Sichtbarkeit in KI-Systemen, LLMs und klassischer Suche aufbauen will, muss den langen Weg gehen und Abkürzungen meiden.
Wenn Du Hilfe oder eine zweite Meinung brauchst, melde Dich gerne bei mir. Lass uns besprechen, ob und wie ich Dich unterstützen kann.

